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Aktuelle Seite: HNVeröffentlichungenDacrydiumCharakterisierung von Dacrydium x suprinii NIMSCH

Dacrydium x suprinii NIMSCH
Charakterisierung

neu flagge deutschland 30X20

H. Nimsch [2006]
Characterisierung von Dacrydium x suprinii Nimsch, eine Naturhybride von
Dacrydium araucarioides Brongn. et Griseb. & Dacrydium guillauminii Buchh.
in Neukaledonien

Erschienen in engl. Sprache in: Journal de Botanique, 2008, 42 (), pp. 7-19, Société Botanique de France, Paris.

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

I Allgemeine Einführung in das Forschungsgebiet

1 Geographische Daten
2 Klima
3 Boden

II  Darstellung der Gattungsarten

A

1 Taxonomie der Gattung Dacrydium
2 Verbreitung
3 Beschreibung

B

1 Taxonomie der Art Dacrydium araucarioides
2 Verbreitung
3 Beschreibung

C

1 Taxonomie der Art Dacrydium guillauminii
2 Verbreitung (einschl. Verbreitungskarte)
3 Beschreibung

D

1 Dacrydium x suprinii NIMSCH
2 Holotype
3 Verbreitung
4 Beschreibung
5 Beschreibung der Aufnahmeflächen

Aufnahmefläche N° 1
Aufnahmefläche N° 2
Aufnahmefläche N° 3

III Etymologie

IV Schutzstatus

V Verwandtschaftliche Beziehungen

VI Diskussion

VII Danksagung

VIII Bibliographie

 

Zusammenfassung

Bei botanischen Studien im Januar 1994 in Neukaledonien hat der Autor im Bereich der „Plaine des Lacs“ eine Konifere gefunden, deren systematische Zuordnung zunächst unklar war.
In den folgenden Jahren hat B. Suprin, Nouméa, hiervon weitere Standorte und Exemplare gefunden.
Bei der dritten Reise 2005 / 2006 an die Naturstandorte im SO der Grande Terre konnten drei weitere Exemplare bestätigt werden.

Die Konifere ist eine Naturhybride zwischen Dacrydium araucarioides und Dacrydium guillauminii, die nur an drei Standorten in Neukaledonien wächst.
Diese Standorte befinden sich nur innerhalb der wenigen, kleinen Verbreitungsgebiete von Dacrydium guillauminii.
Erstmals werden diese in einer detaillierten Verbreitungs-Karte beschrieben. Dacrydium x suprinii steht in allen äußeren Merkmalen in der Mitte zwischen den Elternteilen.
Eine DNA Analyse bestätigt diese Annahme.

Die Feldaufnahmen und einige Photos dienen einer genaueren Beschreibung der Hybride und ihres Umfeldes.


 

I. Allgemeine Einführung in das Forschungsgebiet

1. Geographische Daten

Nouvelle-Calédonie liegt zwischen 19° Grad und 23° Grad südl. Breite und 164° Grad und 167° Grad östl. Länge.
Fundgebiet: Im SO der Grande Terre; Plaine des Lacs, Karten N° 4837, Série orange vom Institut géographique national.
Bereich: Chutes de la Madeleine.

2. Klima

Das Klima ist tropisch-ozeanisch.
Die jährlichen Niederschläge reichen von unter 1000 mm in den westlichen küstennahen Gebieten und bis zu 4000 mm in den Gebirgsmassiven des Mt. Paine im Norden und dem Massif de Kouakoué sowie dem Mt. Humboldt im Süden.
Die Niederschlagsmenge im Plaine des Lacs liegt zwischen 2000 mm und 3000 mm.
Die Durchschnittstemperaturen sind ozeanisch bedingt sehr ausgeglichen und bewegen sich in Nouméa zwischen 22° und 24° C.
 

3. Boden

Die vorherrschenden Magnesium-Eisen Silikate bzw. deren Verwitterungs­produkte sind an ihrer intensiv rotbraunen Färbung zu erkennen.
Diese sogenannten Serpentinböden stehen oft in hoher Mächtigkeit an oder sind in allen Übergängen bis hin zum offen anstehenden Gestein zu finden.
Dieser Boden und der stark färbende rote Staub prägen ein Drittel der Insel und die Landschaft im Plaine des Lacs.
Diese ultrabasischen Gesteine oder Peridotite, deren Silikatgehalt weniger als 45% beträgt, sind charakterisiert durch einen Mangel an Calzium und in Abhängigkeit davon, an Phosphor, Aluminium und Alkalien (besonders Kalium).
Dagegen zeichnen sie sich durch einen hohen Anteil an Eisen und Magnesium sowie durch ihren teilweise hohen Schwermetallgehalt an Chrom, Nickel, Kobalt und Mangan aus.
Dieser Umstand hat sich sicher auch auf die Evolution der Flora ausgewirkt.
Der wichtige Rohstoff Nickel wird seit 1875 und bis zum heutigen Tage abgebaut.
Auch zukünftig wird leider durch den Nickelabbau mit schwerwiegenden Folgen für die Natur zu rechnen sein.
Durch Prospektion und Wegebau wird die lockere Vegetation und die dünne Humusauflage schnell zerstört und starke irreparable Erosionen sind die Folge.


II. Einführung [A]

A 1  Taxonomie der Gattung Dacrydium

Die Gattung Dacrydium wurde von Solander et Forster im Jahre 1807 aufgestellt.
In der Systematik wird die Gattung Dacrydium zur Klasse der Pinopsida, der Ordnung Pinales und zur Familie der Podocarpaceae gestellt.
Die alte Gattung Dacrydium wurde 1969 durch D.J. DE LAUBENFELS einer Revision unterzogen. Nach der letzten Revision durch C.J. QUINN 1982 wurde sie aufgegliedert in Falcatifolium, Halocarpus, Lagarostrobos, Lepidothamnus und Dacrydium.
(MOLLOY 1995 gliedert Lagarostrobos colensoi aus und stellt die neue Gattung Manoao auf.)  
Das Artenspektrum der Gattung umfasst heute ca. 20 Arten, davon 4 Arten in Neukaledonien.

A 2  Verbreitung

Die Verbreitung der Gattung erstreckt sich über den südostasiatischen Raum bis nach Ozeanien.
Von Nord nach Süd ist die Gattung im Süden von China, in Thailand, Vietnam, Phillipinen,  Indonesien, Papua Neu Guinea, den Solomonen-Inseln, den Fiji-Inseln, Neukaledonien und Neuseeland verbreitet.
Die hier behandelten Arten Dacrydium araucarioides und Dacrydium guillauminii sowie ihre Hybride sind nur im SO von Neukaledonien verbreitet.

  Dacrydium guillauminii Altbaeume Chutes de la Madeleine
pfNachObenChutes de la Madeleine: Naturstandort von
Dacrydium guillauminii und Dacrydium x suprinii

 

A 3  Beschreibung

Die immergrünen Bäume und Sträucher der Gattung Dacrydium sind diözisch und sehr nahe mit der Gattung Podocarpus verwandt.
Die Nadeln juveniler und adulter Pflanzen können sich sehr deutlich voneinander unterscheiden (Beispiel: Dacrydium araucarioides) oder sich sehr ähnlich sehen (Beispiel: Dacrydium guillauminii).
Die ungestielten, männlichen Zapfen stehen einzeln, die weiblichen Zapfen haben nur wenige fertile Zapfenschuppen.
Die Samen sind z.T. oder ganz von einem fleischigen Arillus umgeben.
Die geringe Gesamthöhe der beiden hier behandelten Arten im Alter von bis 6 m  bzw. 4 m und die schwachen Stamm­dimen­sionen schließen eine Nutzung aus.
Das gelbe bis rötliche Holz hat eine schöne Maserung, steht aber im Gegensatz zu anderen Dacrydium-Arten, hier - infolge geringer Dimensionen - nicht zur Nutzung zur Verfügung.

II. Einführung [B]

B 1  Taxonomie der Art Dacrydium araucarioides BRONGN. et  GRISEB.

Die Art Dacrydium araucarioides wurde erstmalig 1866, im Bull. Soc. Bot. France 13:426 und in Ann. Sci. Nat. Paris sér. 5,6:244 beschrieben.
Weitere Autoren wie CARRIÈRRE, PILGER, SCHINZ ET GIULLAUMIN, COMPTON, DALLIMORE ET JACKSON, DAENIKER und SARLIN barbeiteten die Art.

D.J. DE LAUBENFELS 1969 und C.J. QUINN 1982 sind die Autoren, die zuletzt Revisionen bezüglich der Gattung verfasst haben.

B 2  Verbreitung

Dacrydium araucarioides ist im Süden und Osten von Nouvelle-Calédonie von Meereshöhe bis in Höhen von 1000 m über NN verbreitet.
Ein Schwerpunkt der Verbreitung liegt im Gebiet des Rivière des Lacs und der Plaine des Lacs.

01 distribution darcydium araucarioides
pfNachOben Verbreitungsgebiet Dacrydium araucarioides (D.J. DE LAUBENFELS)

 

 

B 3  Beschreibung

Dacrydium araucarioides ist ein kleiner Baum von 3 – 6 m Höhe.
Er wächst auf relativ trockenen Standorten, die sich oft durch fehlende Bodenvegetation auszeichnen.
Die im allgemeinen lockere bis lückige Bestockung erlaubt eine runde Krone mit etagenähnlichem, kandelaberartigem Aufbau.

Die Nadeln an den juvenilen Zweigen sind linealisch, locker und ringsum stehend angeordnet, ca. 1 cm lang und im Austrieb oft rötlich.
Die Nadeln der adulten Zweige sind sehr klein ( nur 3-5 mm lang und 1-1,4 mm breit).
Sie sind schuppenförmig, enganliegend und überlappend, sowie in mehreren Reihen spiralig angeordnet.
Die Nadelbasis ist triebumfassend.
Die Zweige vermitteln durch die symmetrische Anordnung der pfriemförmigen Altnadeln mit abgestumpfter, freier Spitze ein walzenförmiges Aussehen.

Die Triebspitzen der Fruchtzweige werden zur Reifezeit fleischig und purpurn.
Die Samen stehen zu 1-3 im Zapfen, umgeben von einem fleischigen Arillus. 
Sie sind ca. 3 mm lang.

02 branchlet and seed
pfNachOben Dacrydium araucarioides
Zweig mit männlicher Blüte und Samenkapsel

(D.J. DE LAUBENFELS)

03 darcydium araucarioides young tree
pfNachOben Dacrydium araucarioides
Junger Baum

05 darcydium araucarioides old tree
pfNachOben Dacrydium araucarioides
Alter Baum

  04 darcydium araucarioides branchlets
pfNachOben Dacrydium araucarioides
Zweige

II. Einführung [C]

C 1  Taxonomie der Art Dacrydium guillauminii BUCHHOLZ

Die Art D. guillauminii wurde erstmalig 1949 im Bull. Mus. Nat. Hist. Nat. Paris ser. 2, 21.:282  beschrieben.
Sarlin in Bois et Forets Nouvelle-Caledonie : 92 et pl..21, 1954  und Harrison in Dallimore + Jackson,  Handbook Conif. Ed 4:  223, 1966,  haben die Art bearbeitet.
D. J. Laubenfels 1969  und C. J. Quinn 1982 sind die Autoren, die Revisionen bezüglich der Gattung verfasst haben.

C 2  Verbreitung

Nach einer hier erstmalig veröffentlichten Karte nach B. Suprin, Nouméa, Neukaledonien, 1990, über das Verbreitungsgebiet von Dacrydium guillauminii, befinden sich alle neun Klein- und Kleinststandorte im Rivière des Lacs und Plaine des Lacs.
Die Bedeutung der Karte wird auch dadurch unterstrichen, dass sich die Naturstandorte von Dacrydium x suprinii ausschließlich innerhalb der Verbreitungsgebiete von D. guillauminii befinden.

Dacrydium II
Pfeil nach oben Dacrydium x suprinii
Zweige im Vergleich
Links: Dacrydium guillauminii
Mitte: Dacrydium araucarioides
Rechts: Dacrydium x suprinii
Plaine des Lacs, Neukaledonien
Foto:© H. Nimsch

Erfassung aller Standorte von Dacrydium guillauminii in Neukaledonien

Standort 1:
Lac de Yate, ehemalige Mündung der Rivière des Lacs.
Der Standort von D. guillauminii wurde durch Dr. Hürlimann, Schweiz (1957) erfasst.
Das Vorkommen ist durch den Stau des Yaté-Sees erloschen.

Standort 2:
Durch den Bau der "Ligne de transport d’énergie électrique" südlich der route principale  wurde der größere Standort von Neocallitropsis pancheri östlich des Rivière des Lacs zerstört.
Der kleinere Standort von Neocallitropsis westlich des Rivière des Lacs blieb erhalten.
Hier kein Vorkommen von D. guillauminii.

Standort 3:
Rivière des Lacs,  ca. 5 km von der route principale flussaufwärts ein Kleinstandort mit mehreren D. guillauminii und mehreren Neocallitropsis in unmittelbarer Nähe des Flusses.

Standort 4:
Rivière des Lacs,  ca. 7 km von der route principale flussaufwärts ein Kleinstandort mit acht D. guillauminii und zwei Neocallitropsis ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Flusses.

Standort 5:
Rivière des Lacs,  ein Einzelvorkommen von D. guillauminii direkt am Ufer des Flusses. Keine Neocallitropsis an diesem Standort.

Standort 6:
Rivière des Lacs, in einer Entfernung von ca. 12 km oberhalb der route principale flussaufwärts befindet sich ein Kleinststandort mit zwei D. guillauminii und wenigen Neocallitropsis.

Standort 7:
Rivière des Lacs, hier stockt der individuenreichste Bestand von D. guillauminii ca. 13 km oberhalb der route principale in Mischung mit zahlreichen Retrophyllum minor.
Die kleinen Bäume haben eine Oberhöhe von  2 – 4 m.
Während alle Individuen von Retrophyllum im Wasser stehen, wachsen die von D. guillauminii z.T. im Wasser und z.T. in unmittelbarer Nähe des Wassers.
Wenige Meter vom Ufer entfernt  -  aber schon  2, 3 m über dem Wasserniveau  wachsen Dacrydium araucarioides.
Bei etwa  4 m über Wasserniveau wachsen die ersten Neocallitropsis - auch in sehr lockerer Mischung mit D. araucarioides.
Beide letztgenannten Koniferen werden trotz ihres Standortes in 3 – 4 m über Wasserniveau  (Dez. 2005 / Jan. 2006) gelegentlich von Hochwasser überspült.
Eine sich nach Süden anschließende größere Fläche wird von Retrophyllum auf nassen Standorten und von Neocallitropsis auf trockeneren Standorten bestockt und endet mit einer einzelnen D. guillauminii direkt am Ufer der Rivière des Lacs.
Alle Dacrydium guillauminii mit 20 bis 30 cm Durchmesser am Stammfuß werden von B. Suprin, Nouméa, auf über 300 Jahre geschätzt.

Standort 8:
“Lac en Huit”, zwei Kleinststandorte am sehr flachen Ufer des Sees.
Der erste Standort an der westlichen Seeseite hat nur etwa  20 m Länge und ca. 15 m Breite mit sehr wenigen D. guillauminii.
Der zweite Standort am Südrand des Lac en Huit ist ebenfalls ein Kleinststandort mit nur wenigen D. guillauminii, die alle kaum einen Meter Höhe erreichen und nur wenige cm Durchmesser haben - aber trotzdem schon sehr alt sind. (Schätzung von B. Suprin, Nouméa: weit über 100 Jahre)

Standort 9:
“Lac Intermédiare”, ein Einzelvorkommen von D. guillauminii ca. 400 m nördlich des Sees. Höhe der Pflanze über 1,80 m.

Standort 10:
“Lac Intermédiaire”, ein Kleinstvorkommen von D. guillauminii am Norwestufer des Sees. Höhe der Pflanzen nicht über 1 m.

Standort 11:
“Grand Lac”, am Westufer des Grand Lac befindet sich ein Standort von Dacrydium guillauminii mit einer Länge von ca. 60 m und einer Breite von ca. 15 m entlang des sehr flachen Seeufers.
Mehrere, bis 1 m hohe D. guillauminii wachsen hier in Mischung mit sehr vielen, bis 1 m hohen Retrophyllum minor.
In nur geringer Entfernung vom Seeufer von ca. 15 m und ca. 1 m über Seeniveau wachsen Dacrydium araucarioides und Neocallitropsis pancheri u.a.

  Flächeneinschätzung

Um zu einer Einschätzung der Standortsflächengröße von D. guillauminii zu kommen, wurden alle Einzelstandorte in Quadratmeter hoch gerechnet.
Daraus ergab sich eine Gesamtfläche bei sehr positiver Auslegung von 8900 Quadratmeter.

06 neukaledonien verbreitung dacrydium guillauminii und dacrydium x suprinii 250
pfNachOben Neukaledonien: Verbreitung von Dacrydium guillauminii und Dacrydium x suprinii
Nach Bernard Suprin, Noumea, Neukaledonien, 1990

Zusammenfassung

Der Gesamtbestand von D. guillauminii umfasst deutlich weniger als ein Hektar!
Daraus ergibt sich folgende Gefährdungsbewertung des Vorkommens:

  • Das Gesamtareal der D. guillauminii verteilt sich auf neun Kleinstandorte, davon drei Kleinststandorte, die räumlich meist weit voneinander entfernt stehen.
  • Eine deutliche Einengung des Genpotenzials als Folge der zerstreuten Standorte ist festzustellen.
  • Biotische und abiotische Schädigungen des zersplitterten Vorkommens lassen befürchten, dass der Fortbestand der Art hoch gefährdet ist.


Erfreulicherweise sind auch gute Ansätze zur Erhaltung der Art festzustellen:

  • Positiv werden die Schutzmaßnahmen der  IRD  Nouméa vor Ort bewertet.
  • Ein natürlicher Schutz der Bestände gegenüber Feuer ergibt sich aus den Naturstandorten von D. guillauminii, die sich immer im  oder am Fließwasser oder in Seeufernähe befinden.
  • Die Bewußtseinsbildung über die Öffentlichkeitsarbeit zeigt erste Erfolge.
  • International sind die Probleme erkannt.
    Daraus resultiert die Einstufung von Dacrydium guillauminii im IUCN Red Data Book categories.

Zur Versachlichung muß auch festgestellt werden, dass die Gesamt­verbreitungs­fläche von Dacrydium guillauminii im Südosten der Grande Terre auch vor der Inbesitznahme durch die Kolonisation aufgrund ihrer speziellen Ansprüche an den Standort ganz sicher nicht sehr groß gewesen ist.
Zu dieser Frage sind weitere Forschungen erforderlich.

C 3  Beschreibung

Dacrydium guillauminii ist ein ausgesprochen seltener Baum.
Selbst in Neukaledonien ist er nur an wenigen, speziellen Standorten anzutreffen.
Der Baum wird bis 3 m, maximal 4 m hoch und wächst ausgesprochen langsam.
Nach Schätzungen sind die ältesten Exemplare über 300 Jahre alt.
Junge Pflanzen wachsen straff aufrecht, d.h. in den ( geschätzten ) ersten 20 Jahren oder mehr, oft ohne wesentliche seitliche Verzweigung.
Danach folgt im weiteren Wachstumsverlauf eine regelmäßig und konisch aufgebaute Krone, die sich später in eine wirre, abstrakte Kronenform verliert.
Die dichtbeblätterten, eng stehenden Zweige an den relativ kleinen Bäumen vermitteln eher den Eindruck vor einem Busch zu stehen.

Die adulten Nadeln haben Abmessungen von 13 - 17 mm Länge x  1 mm Breite.
Der Samenzapfen befindet sich als schwierig zu erkennende Verdickung immer an den Zweigenden.
Er ist dicht von umschließenden Nadeln umgeben und beinhaltet bis fünf Samen mit einer Länge von 4 mm.
Das Vorkommen beschränkt sich auf Standorte, die sich direkt an Fließgewässern oder an Seeufern befinden.

Offenbar verträgt die Art lang anhaltende oder dauernde Überflutung des Wurzelraumes gut.
Während alte Bäume einen bis 80 cm Höhe verdickten Stammfuß haben, findet man dies bei Jungpflanzen auf gleichem Standort nicht.
Die auf demselben Standort vorkommenden Retrophyllum minor wachsen ebenfalls dauernd oder zeitweise im Wasser und haben einen wesentlich stärker verdickten Stammfuß.
Das Holz von Retrophyllum ist ausgesprochen leicht, von fast schwammiger Konsistenz.

10 dacrydium guillauminii branchlet and seed
pfNachOben Dacrydium guillauminii: Zweig und Samen
H. NIMSCH und D.J. DE LAUBENFELS

07 dacrydium guillauminii young tree
pfNachOben Dacrydium guillauminii
Junger Baum

08 dacrydium guillauminii branchlets
pfNachOben Dacrydium guillauminii
Zweige
  09 dacrydium guillauminii old tree
pfNachOben Dacrydium guillauminii
Alter Baum

II. Einführung [D]

     

D 1  Dacrydium x suprinii NIMSCH

(Dacrydium araucarioides x Dacrydium guillauminii)

D 2  Holotype

Collected:      29.12.2005
Collector: H. NIMSCH, Freiburg
Location: Chutes de la Madeleine
Collective No: 2122
Herbarium: Ruhr-Uni-Bochum
Lehrstuhl Spezielle Botanik
Prof. Dr. STUETZEL
International herbarium: BOCH
More collective No: 2121 collected: Grand Lac 29.12.2005
2123 collected: Rivière des Lacs 29.12.2005

D 3  Verbreitung

Dacrydium x suprinii wächst ausschließlich auf den gleichen Standorten wie D. guillauminii.
Es sind nur 3 Standorte innerhalb des Verbreitungsgebietes von D. guillauminii bekannt. Weitere Funde von D. x suprinii sind möglich, doch sicher auch aufgrund der geringen Gesamtfläche von D. guillauminii sehr begrenzt (siehe Verbreitungskarte).

D 4  Beschreibung

Dacrydium x suprinii ist eine Naturhybride, die nach allen bisherigen Informationen genau die Mitte zwischen den Elternteilen Dacrydium araucarioides und Dacrydium guillauminii hält.
Alle Merkmale - auch die DNA Analyse von Paul Hodgskiss, USA - bestätigen dies.
Dacrydium x suprinii ist ein kleiner, bis maximal 4 m hoher Baum.
Der Kronenaufbau in Quirlen ist in der Jugend gleichmäßig, doch bald wird die unregelmäßige Alterskronenform erreicht.
Eine Höhendifferenzierung des Waldes im Sinne von Hochwäldern ist hier nicht gegeben. Es handelt sich um einen niederen, lockeren, lichtdurchfluteten Wald, in dem besonders im schmalen, galerieartigen Teil einige, größere 3 bis 6 m hohe „Bäume“ stehen.
Es sind dies Myodocarpus, Dacrydium, Agathis, Araucaria und Neocallitropsis.
Sämlinge wurden nicht gefunden – es ist aber durchaus möglich, dass sie als solche nicht erkannt wurden, da sich Sämlinge von D. araucarioides und von D. guillauminii sehr ähnlich sind – und damit wohl auch die von D. x suprinii.
Juvenile und adulte Nadeln der Art stehen deutlich in der Mitte zwischen den Elternteilen.
Die adulten Nadeln sind etwa 5 – 12 mm lang .
Die einzelnen Nadeljahrgänge heben sich nicht deutlich voneinander ab, sodass eine Feststellung des Alters der Nadeljahrgänge schwierig ist.
Sie sind aber deutlich mehrjährig.
Die wenigen gefundenen Samen befinden sich zu ein bis zwei Samen im Zapfen.
Die Samen sind ca. 3,5 mm lang (Die Aussage zu den Samen kann aufgrund des wenigen Pflanzenmaterials keine allgemein gültige Aussage sein).
Dacrydium  x  suprinii wächst in der gleichen Höhenlage wie D. guillauminii.
Das Alter der Hybride wird analog der Altersschätzungen von D. guillauminii und der Altersentwicklung von D. araucarioides auf mindestens 250 Jahre geschätzt (Aussage B. Suprin,  Nouméa).

20 dacrydium x suprinii branchlet

pfNachObenDacrydium x suprinii
Zweig
(H. NIMSCH)

17 dacrydium x suprinii seeds unripe

pfNachOben Dacrydium x suprinii
Unreifer Samen

   11 dacrydium x supriniii young tree
pfNachOben
Dacrydium x suprinii
Junger Baum

12 dacrydium x suprinii branchlets
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Zweige

13 dacrydium x suprinii old tree
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Alter Baum

15 dacrydium comparison 250x167
pfNachOben Gegenüberstellung Dacrydium araucarioides, Dacrydium x suprinii und
Dacrydium guillauminii
(Klicken für Vergrößerung in neuem Fenster)

19 dacrydium x suprinii seeds ripe 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Reife Samen

D 5  Beschreibung der Aufnahme-Flächen

Aufnahmefläche Nr. 1
Vegetationsaufnahme Nr. 1, Plaine des Lacs
Ort: Neukaledonien, Plain des Lacs, Grand Lac, Westufer
Datum:       29. Dezember 2005
Aunahmefläche: 10 m x 10 m
Standort:          Seeufer des Grand Lac im äußersten Westen des Sees, sehr flach geneigter Strand, 3 m Breite, ohne Vegetation. Anschließend 15 bis 25 m breite, flach geneigte Vegetationszone. Daran anschließend lockere Vegetation auf höherem, hügeligem und trockenerem Standort.

Boden:
Skelettreicher, nur auf kleinen Teilflächen: von 0 bis 2 cm Höhe anstehender Serpentinboden mit geringer Humusanreicherung. Auf über 50% der Fläche stehen kleinplateauartig, flache, ultrabasische Gesteine offen an.

Aufnahmefläche: Diese befindet sich in der oben genannten, flachen Vegetationszone unmittelbar angrenzend an den 3 m breiten, vegetationslosen Strand. Am Westrand der Aufnahmefläche, in einem etwa 1 – 2 m breiten Streifen, ist das Flächenniveau um ca. einen halben Meter – gegenüber der Restfäche – erhöht. Nur hier wurde je ein Exemplar von Dacrydium araucarioides und Neocallitropsis pancheri mit 3 m Höhe gefunden. Auf der übrigen Fläche ist die gesamte Vegetation, einschließlich Dacrydium x suprinii, nur etwa 1 m hoch, mit leicht abnehmender Tendenz zur Seeseite hin. Auffallend ist der sehr hohe Vegetationsanteil von Retrophyllum minor. Der Vegetationsanteil an krautigen Pflanzen ist hier wie im Gesamtbereich der Plaine dBeses Lacs auffallend gering.
 

 

 

21 dacrydium x sample plot no 1
pfNachOben
Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 1

22 dacrydium x sample plot no 1 survey 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 1

23 dacrydium x sample plot no 1 survey tab 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 1

24 dacrydium x sample plot no 1 survey cross-section 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 1
Querschnitt


Aufnahmefläche Nr. 2
Vegetationsaufnahme Nr. 2, Rivière des Lacs
Ort:         Neukaledonien, Plaine des Lacs, Rivière des Lacs, Südufer
Datum:        29. Dezember 2005
Aufnahmefläche: 10 m x 10 m
Standort:         Südufer der Rivière des Lacs – Chutes de la Madeleine.
Stufig, recht steil abfallender Uferbereich. Vegetation bis an das Fließwasser und bis 2 m in das Fließwasser hinein. Dichter Galeriewald, etwa 5 m breit, gut wasserversorgt, in unregelmäßigen Zeitabständen bis 5 m hoch überflutet.

Boden:
Durch offen anstehendes, ultrabasisches Gestein sind 30 % der Aufnahmefläche geprägt. Auf der verbleibenden Fläche steht Serpentinboden unterschiedlicher Mächtigkeit von 0 bis 30 cm Stärke an. Die Humusauflage auf der Fläche ist sehr unterschiedlich. Sie reicht von 0 bis 10 cm Höhe und ist wohl auf die Stufigkeit des Geländes zurückzuführen

Aufnahmefläche: Sie liegt im steil und stufig abfallenden Hangbereich zum Flussufer hin und grenzt an dieses an.
Hier wurde vom Autor im Januar 1994 die erste Hybride entdeckt. Sie steht nur etwa 4 m vom Ufer entfernt zwischen D. guillauminii und Retrophyllum minor talwärts und D. araucarioides bergwärts.
Sie wächst von diesen Arten nur 1 –2 m entfernt.
Die Höhe beträgt 3 bis 4 m.
Alle bekannten Dacrydium x suprinii stehen in unmittelbarer Nähe zum Wasser, aber nicht ständig im Wasser!
Im galeriewaldartigen Bereich stehen Retrophyllum minor und Dacrydium guillauminii bis 2 m weit im Fließwasser. Sie stehen dichtgedrängt am und im Wasser. Der Abstand der einzelnen Individuen zueinander beträgt oft nur 30 bis 50 cm.
Eine Höhendifferenzierung des Waldes im Sinne von Hochwäldern ist hier nicht gegeben.
Im niederen, lichten Wald, besonders im schmalen, galeriewaldartigen Teil stehen einige, größere, 3 bis 6 m hohe „Bäume“. Es sind dies Myodocarpus, Dacrydium, Grevillea, Neocallitropsis und Retrophyllum. Dacrydium guillauminii und Retrophyllum minor werden hier maximal 4 m hoch. Das Alter von D. guillauminii wird auf 300 bis 400 Jahre geschätzt. (Mitteilung von B. Suprin, Nouméa). Die beiden letztgenannten Arten zeichnen sich durch Stammfußverdickungen, die z.T. bis 1,50 m über den Wasserspiegel reichen, aus. Sie sind bei Retrophyllum minor deutlich stärker ausgeprägt.
 

 

 25 dacrydium x sample plot no 2
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 2

27 dacrydium x sample plot no 2 survey 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 2

28 dacrydium x sample plot no 2 survey tab 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 2

29 dacrydium x sample plot no 2 survey cross-section 400pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 2
Querschnitt

Aufnahmefläche Nr. 3
Vegetationsaufnahme Nr. 3, Rivière des Lacs.
Ort: Neukaledonien, Rivière des Lacs, Westufer
Datum:          29. Dezember 2005
Aufnahmefläche: 10 m x 10 m
Standort:

Die Aufnahmefläche ist ein schmaler, stufig abfallender Geländestreifen entlang des Flusses.
Seine Breite beträgt ca. 3 – 7 m und wird zur Landseite hin durch einen Felsabsturz von 2 bis 4 m Höhe begrenzt.
Die Länge des Bestandes wir auf 75 m geschätzt. Vermutlich haben vergangene Brände die plateauähnliche Fläche oberhalb des Felsabsturzes mit ihrer Vegetation mehrfach zerstört, denn die Zusammensetzung der Vegetation und ihr Alter weichen ganz erheblich von der der Aufnahmefläche ab.
Das schwierige Gelände mit z.T. steilen Abstürzen zum Fluss haben eine präzisere Erfassung der Vegetation verhindert.
Zwar dominieren die nachfolgend genannten Arten deutlich, doch bleibt eine geringe Artenzahl mit Höhen unter 1 m unerfasst, die gewissermaßen den Unterstand bilden.
Hervorzuheben ist , dass auf dieser relativ kleinen Fläche alleine 8 Koniferenarten mit einem geschätzten Alter von über 300 Jahren allen Widernissen  biotischer und abiotischer Art getrotzt haben.
Zählt man die auf der gegenüberliegenden Flußseite wachsende Araucaria muelleri hinzu, so sind es erstaunliche 9 Koniferenarten auf einem Standort mit ca. 300 m².
Es sind dies Neocallitropsis pancheri mit einer Oberhöhe von maximal 5 m, Dacrydium guillauminii (4 m), Retrophyllum minor (5 m), Dacrydium araucarioides (5 m), Podocarpus novaecaledoniae (1 m), Dacrydium  x  suprinii (3 m), Araucaria bernieri (6 m), Agathis ovata (5 m) und Araucaria muelleri (1 m).
Dieser stufige Altbestand ist gemischt mit Balanops pancheri, Myodocarpus fraxinifolius, Lepidosperma perteres, Dracophyllum verticillatum und anderen.
Oberhalb des Felsabbruches wachsen viele Gymnostoma deplancheanum, wenige Dacrydium araucarioides und Podocarpus novaecaledoniae u.a.
Am Fließgewässer und im Fließgewässer wächst der endemische Farn Blechnum francii.

 

 

 

 

30 dacrydium x sample plot no 3
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 3

31 dacrydium x sample plot no 3 survey 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 3

32 dacrydium x sample plot no 3 survey tab 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 3

33 dacrydium x sample plot no 3 survey cross-section 400
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Probefläche Nr. 3
Querschnitt


34 dacrydium x suprinii and dacr guill
pfNachOben Alte Bäume: Dacrydium x suprinii (Vordergrund)
und Dacrydium guillauminii (Hintergrund)

35 dacrydium x suprinii trunk
pfNachOben Dacrydium x suprinii
Stamm eines alten Baumes
  36 dacrydium x suprinii and dacr guill
pfNachOben Dacrydium x suprinii
umgeben von Dacrydium guillauminii

III. Etymologie

Die im Januar 1994 entdeckte Naturhybride zwischen Dacrydium araucarioides und Dacrydium guillauminii wird zu Ehren des Naturkenners, des Naturschützers und des Naturfreundes Bernard Suprin,  Nouméa,  Nouvelle-Calédonie,  "Dacrydium  x  suprinii" benannt.    

IV. Schutzstatus

Die Art Dacrydium guillauminii wurde aufgrund ihres geringen, natürlichen Vorkommens auf nur neun Klein- oder Kleinststandorten im SO der Grande Terre nach  "IUCN Red Data Book categories"  in die höchste Schutzstufe 1 eingestuft.   Die Art Dacrydium  x  suprinii ist am Naturstandort noch seltener, so dass ihr ebenfalls die Schutzstufe 1 zugestanden werden muss.

V. Verwandtschaftliche Beziehungen

Nach D. J. de Laubenfels und C. J. Quinn kommen in der Plaine des Lacs nur zwei Dacrydium-Arten vor.
Es sind dies D. araucarioides und D. guillauminii. Die letztgenannte kommt auf nur sehr begrenzten, wenigen Standorten vor.
In der näheren Umgebung, d.h. im Gebiet der Plaine des Lacs und der Rivière des Lacs kommen folgende Koniferenarten vor:
Neocallitropsis pancheriAgathis ovataRetrophyllum minorDacrydium guillauminiiDacrydium araucarioidesPodocarpus novaecaledoniaeAraucaria bernieriAraucaria muelleri.
In der weiteren Umgebung kommen außer den vorgenannten Arten noch die Gattungen Dacrycarpus und Callitris hinzu.
Die zwei anderen Dacrydium-Arten von Neukaledonien,  Dacrydium balansae und Dacrydium lycopodioides, sind nur vom Gebiet "Rivière bleue" nordwärts beheimatet.
  Eine Gattungshybride zwischen Podocarpus und Dacrydium wäre denkbar, da beide zu den Podocarpaceen gehören - alle örtlichen Gegebenheiten aber schließen diese Möglichkeit aus.
Eine Gattungshybride zwischen der hier vorkommenden Neocallitropsis (Cupressaceae) und Dacrydium (Podocarpaceae) ist wohl nur theoretisch denkbar.
Zwischenzeitlich wurde diese theoretische Frage durch eine DNA-Analyse geklärt.

VI. Diskussion

Zu der entdeckten Konifere und ihrer Biologie  sind noch einige Fragen offen.   Weitere Untersuchungen zu Phänologie,  Fertilität,  Alter,  Phylogenie u.a. über einen längeren Zeitraum sind notwendig.

VII. Danksaguung

Mr. Bernard Suprin,  Nouméa,  Nouvelle-Calédonie  bin ich zu außerordentlichem Dank verpflichtet.
Ohne seine Hilfe während der drei Reisen nach Neukaledonien wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen.

  Herrn Prof. Dr. Stützel und Herrn Knopf von der Ruhr-Uni-Bochum bin ich für theoretische und praktische Unterstützung sehr dankbar.
Herrn Dr. Seehann, Reinbek danke ich für seine Hilfe und seine Geduld bezüglich vieler Fragen und für das Redigieren des Manuskriptes.

VIII. Bibliographie

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