Hubertus Nimsch
Araucaria montana Brongniart et Grisebach
in: Enzyklopädie der Holzgewächse (Oktober 2008)

Die Pazifik-Insel Neukaledonien liegt 1700 km nördlich von Neuseeland und 1500 km östlich von Australien.
Sie ist geprägt von Gebirgen, die die Insel von NW nach SO in ganzer Länge teilen.
Gravierende Niederschlagsunterschiede zwischen Ost- und Westabdachung der Gebirge prägen die Vegetation ebenso deutlich wie die ultrabasischen Böden auf einem Drittel der Gesamtfläche.
Zu den zahlreichen, endemischen Gattungen und Arten zählen auch 15 Gymnospermengattungen.
Von weltweit 19 Araukarien-Arten sind allein 13 in Neukaledonien beheimatet, die der Verfasser am Naturstandort intensiv studiert hat.
Eine davon – Araucaria montana – wird ausführlich in Wort und Bild dargestellt. Inhaltlich wird die Verbreitung, die Morphologie, die Ökologie und die Gefährdung der Art behandelt.

Einführung  

"Nirgendwo sonst auf der Erde findet sich auf engstem Raum eine solche Ansammlung archaischer Gewächse wie auf Neukaledonien.
Wegen ihres einzigartigen Reichtums an Koniferen hat man von einem 'paradis des conifères' gesprochen".
Diese Aussage von Golte, W. [8] wird dem Besucher Neukaledoniens schon im Bereich des Flughafens Tontouta durch das Natur-Wahrzeichen der Insel, den hohen, ausgesprochen schlanken, säulenförmigen Araukarien verdeutlicht.
Der Besucher wird auch im weiteren Verlauf seiner Reise von der endemischen Vielfalt der Vegetation begleitet und sollte keinesfalls versäumen, diese im Innern der Insel zu erkunden.
Eine zwar anstrengende, aber hochinteressante Führung unter fachkundiger Leitung zu den Naturschätzen von Neukaledonien kann nur empfohlen werden.
Die Araukarien Neukaledoniens sind nur ein kleiner Teil der Inselflora mit ca. 3000 indigenen Arten.
Mit über 75% Anteil an Endemiten ist die reiche Flora der Insel mit anderen ozeanischen Floren vergleichbar.
Seit etwa 100 Millionen Jahren ist Neukaledonien isoliert.
Das erklärt, dass reliktartige Vorkommen zahlreicher urtümlicher Pflanzensippen.
Auf den ultrabasischen Standorten in den Gebirgslagen erreicht der Endemitenanteil, der auch einige Araukarien-Arten einschließt, fast 100 %.
Mit insgesamt 15 Gymnospermengattungen besitzt Neukaledonien die größte Diversität an Gymnospermen.
In diesem Zusammenhang ist auch nachzuvollziehen, dass eine der zugehörigen Inseln im Süden von ihrem Entdecker wegen des dominierenden Ausblicks auf hohen und schlanken Araukarien "Ile des Pins" genannt wurde.
Auch heute noch sind dort kleinere vorgelagerte Inseln völlig mit Araukarien überwachsen und vermitteln so ein sonst ungewohntes Bild von Nadelbäumen im Südpazifik.

Verbreitung

A. montana ist die Araukarien-Art Neukaledoniens mit dem größten Verbreitungsareal.
Dieses Verbreitungsareal ist jedoch nicht zusammenhängend, sondern mehr die Summe von recht begrenzten Einzelstandorten auf großer Fläche.
Ihr Hauptvorkommen liegt im Norden und in der Mitte der Grande Terre.
Nur wenige Vorkommen reichen bis in das Gebiet des Mont Humboldt im Süden der Insel [10].
Die Art wächst in Höhenlagen von 300 bis 1350 m über NN.

03 Verbreitungskarte 001 250

pfNachOben Araucaria montana
Natürliches Verbreitungsgebiet

verändert nach [22]

Beschreibung

Der säulenförmig wachsende Baum erreicht Wuchshöhen von 10 bis 40 m – meist 30 m.
Der streng symmetrische Kronenaufbau der jungen Bäume löst sich bald auf.
Die zuerst gebildeten Äste sterben relativ schnell ab und werden durch zahlreiche Adventiv-Triebe ersetzt.
So entsteht zunächst ein zweigeteiltes Kronenbild mit deutlich unterschiedlichen Astlängen der Primär- und Sekundär-Äste, das sich im Verlauf von Jahren  mit gleich langen Adventiv-Ästen in eine Säulenform verändert. Diese Kronenformveränderung variiert jedoch recht stark innerhalb der "colonnaire typen", die von Manaute, J. et al [12] beschrieben wurden.
Aus dem sehr regelmäßigen Kronenaufbau in Quirlen kann nicht geschlossen werden, dass die Araukarie hier analog nordhemisphärischen Koniferen jedes Jahr einen neuen Astquirl bildet.

Die Sämlinge von A. montana haben lange, leicht gegen den Trieb gebogene, rund um den Zweig angeordnete, schmallanzettliche, frischgrüne, kantige Nadeln, die mit dem Altersfortschritt in 10 x 45 mm große, locker dachziegelartig angeordnete, derbe, adulte Nadeln übergehen.
Diese sind ebenfalls zum Zweigende hin einwärts gebogen und haben eine hornartige, nicht stechende Spitze [4].
Die pfriemlichen Nadeln haben keine ausgeprägte Ober- und Unterseite.
Untersuchungen über wesentliche, flüchtige Ölanteile der Nadeln der Araucariaceen (hier A. montana) haben Brophy, et al. [1] durchgeführt.

Die männliche Blüte ist 8 bis 13,5 cm lang, 2 bis 3 cm breit und zur Reifezeit im November hellbraun.
Die weiblichen Zapfen werden im Januar / Februar reif, sind bis 10 cm lang, bis 8 cm breit und werden gehäuft im obersten Kronenteil gebildet.
Die Zapfen werden, abhängig vom Witterungsverlauf, nicht regelmäßig gebildet.
Die Samenschuppen sind bis 32 mm lang und enden mit einer bis 10 mm langen, schmalen, abgewinkelten Spitze.
Das braune Samenkorn ist mit der Samenschuppe verwachsen.
Fruktifikationsintervalle gibt es nicht.
Völlig abhängig vom Klimaverlauf können mehrere Jahre ohne Fruktifikation mit solchen guter Samenproduktion abwechseln.

Die Rinde junger Bäume ist dunkelbraun und blättert in dünnen Streifen oder Schuppen ab.
Die Borke an alten Stämmen ist graubraun, oft harzig und grobschuppig abblätternd.

Erkenntnisse über den Feinbau sowie über die physikalischen und mechanischen Eigenschaften des Holzes liegen nicht vor.
Diese sind nur von der recht häufig vorkommenden neukaledonischen Art  A. columnaris bekannt.

Der Aufbau der Wurzel ist bei A. rulei etagenähnlich mit zwei bis drei Kränzen [22].
Von diesen stabilen, waagerechten Wurzelkränzen zweigen relativ kurze, feinere Wurzeln senkrecht nach unten ab.
Derselbe Wurzelhabitus konnte bei eigenen Untersuchungen an Windwürfen von A. montana festgestellt werden.

Verjüngung, Vermehrung, Anzucht

A. montana ist lichtbedürftig. Um eine natürliche Verjüngung zu erreichen, muss das Kronendach aufgelockert sein.
Bei künstlicher Aussaat wird das Samenkorn, nicht wie üblich, mit
Erde bedeckt, sondern einzeln, bis zu einem Drittel seiner Länge, in das Saatsubstrat gesteckt.
Die Keimung ist epigäisch.
Eine Meristemvermehrung von A. montana und anderen Araukarien-Arten ist mit großem Erfolg durchgeführt worden [2].

Untersuchungen über das Keimverhalten von A. montana  (und  allen anderen Araukarien-Arten Neukaledoniens) von Tompsett [20] stellen bei einer Lagerung von 80 Tagen bei +2° C und einem Mindestfeuchtigkeitsgehalt von 12 % eine Keimrate von 17 % fest.
Das Tausendkorngewicht beträgt 370 g, bzw. je kg werden 2700 Samen gezählt [21].
Der Chromosomensatz ist : 2n = 26 [3].

Taxonomie und Bastardierung

Von weltweit 19 Araukarien-Arten sind 13 Arten in Neukaledonien beheimatet [15].
Diese 13 endemischen Arten wachsen einzeln, in Gruppen oder in Kleinbeständen, die in den sie umgebenden Wald- oder Macchienbestand integriert sind.
Die Gesamtpopulation aller Arten ist aufgrund mehrerer und o.g. Ursachen rückläufig.
Die genetische Vielfalt innerhalb der Arten ist deshalb stark bedroht, einige Arten kommen nur in begrenzter Individuenzahl vor.

Aus der Arealkarte gehen die Verbreitungsstandorte der Araukarien-Art hervor [22].
Innerhalb des natürlichen Areals von A. montana kommen auch andere Araucaria-Arten vor.
Die Arten sind aber i. d. R. oft weit voneinander entfernt, so dass eine natürliche Bastardierung zwar möglich ist, tatsächlich aber wohl nicht stattfindet. [19]
Über eine künstliche Bastardierung ist nichts bekannt, sie ist aber aufgrund der phylogenetischen und verwandtschaftlichen Nähe sehr gut möglich.

Ökologie

Neukaledonien ist geprägt von Gebirgen, die die Insel von Nordwesten nach Südosten in ganzer Länge teilen.
Gravierende Niederschlagsunterschiede zwischen der Ost- und Westseite der Gebirge prägen ebenso deutlich die Vegetation wie die auf einem Drittel der Gesamtfläche anstehenden ultrabasischen Böden.
Die Niederschlagsmengen im Verbreitungsgebiet von A. montana werden stark vom Relief der Insel geprägt und unterscheiden sich weiter sehr stark in Ost- und Westküstenbereich.
Sie liegen i. d. R. über 1500 mm und erreichen im Gebiet des Mt. Panié, (1629 m. ü. NN.) und des Mt. Humboldt, (1618 m. ü. NN.) 4000 mm (bis 8000 mm).

In der Regel wächst die reliktartig vorkommende A. montana in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in weit von einander entfernten, begrenzten Beständen in immer exponierten Kammlagen, auf Hochebenen, an zerklüfteten Steilhängen oder skelettreichen Schutthalden.
Nur hier hat die Baumart eine Chance, sich gegenüber der übrigen Vegetation durchzusetzen.
Als herrschende Baumart bildet sie dann oft dichte Populationen oberhalb einer abgesetzten, wesentlich niederen zweiten Kronenschicht von Angiospermen sowie Farnen und krautigen Arten (u. a. Cunonia sp., Blechnum sp., Pancheria sp., Styphelia sp., Dracophyllum sp.).
Das Wachstum auf den exponierten Standorten wird durch die höheren Niederschläge auf den nach Westen geneigten Gebirgshängen beeinflusst [19].
In den obersten, ausgebildeten Waldstufen der Grande Terre ist A. montana ebenso wie A. rulei, A. schmidii, A. muelleri und A. humboldtensis beheimatet.
Im Osten ihres Verbreitungsgebietes bei Thio oder Kouaoua reichen ihre Bestände infolge höherer Niederschläge bis in 300 m über NN hinunter, während sie auf der Westseite der Gebirgskämme nur oberhalb 800 m über NN vorkommt.
In den Kammlagen und an den Osthängen des Mt. Panié oberhalb 1400 m wächst A. montana zusammen mit A. schmidii auf saurem Substrat.
Unter den Araukarien-Arten Neukaledoniens ist A. montana die einzige Art, die zwar hauptsächlich auf ultrabasischen Standorten, aber auch auf sauren Böden wächst [9].
Über Wachstum und Entwicklung von A. montana und anderen Araucaria-Arten sind keine Untersuchungen bekannt (Ausnahme: Araucaria nemorosa, T. Waters, 2002).
Allgemeine ökologische Studien wurden dagegen recht häufig durchgeführt  [5] [8] [10].

Pathologie

Eine Feldstudie über rinden- und holzbrütende Schädlinge an
Araukarien weltweit stellt fest, dass allein an den Araukarien-Arten von Neukaledoniens 33 Species nachgewiesen wurden [13].
Die Arten Dobionus sp., cf. Dopionus spp., cf. Ochronanus sp. sowie Dryophthorus spp. wurden an A. montana nachgewiesen.
Aufgrund der weit zerstreuten Verbreitung der Araukarien-Arten sind die Schäden aber nicht bestandesbedrohend.

Gefährdung

Eine ständige Gefahr sind die häufig auftretenden Feuer, deren Ursache recht unterschiedlich ist.
Hauptsächlich sind es jedoch menschliche Einflüsse, die oft zu großflächigen Bränden führen.
Aufgrund der weitgehenden Unerschlossenheit der Gebirge können die Brände tage- oder wochenlang andauern [18] [19].
Für den Naturwald sind die ständig wiederkehrenden Zyklone gegenüber den Bränden ein Schadfaktor untergeordneter Bedeutung.

02  montana D2 250

pfNachOben Waldbrände – ein häufiges Vorkommnis
Foto: © B. Suprin

Bei leichtem Bodenfeuer und gleichzeitig lockerer Vegetation sowie geringer Streuauflage ist es möglich, dass ältere A. montana mit dickerer Borke und höher angesetzter Krone den Brand überstehen, während Jungpflanzen und Sämlinge vernichtet werden [17].

A. montana  ist als Reliktbaumart in ihrem Fortbestand gefährdet.
Die Gen-Vielfalt ist infolge der weit voneinander entfernten Einzelvorkommen stark eingeschränkt.
Die A. montana ist jedoch nach IUCN-Kriterien z. B. noch als nicht gefährdet eingestuft. [6] [23].
Die anhaltende Beeinträchtigung ihrer Naturstandorte durch den Bergbau, vor allem im Norden des Landes, wird in naher Zukunft voraussichtlich zu einer Gefährdungseinstufung nach IUCN-Kriterien führen.

In ihrem Bestand besonders gefährdet ist die Art durch Feuer, Bergbau und Besiedelung.
Brände waren schon in geschichtlichen Zeiten Ursache von Vegetationsschäden, doch durch die zunehmende Besiedelung und ihre Folgen sind in neuerer Zeit deutlich mehr Waldflächen – auch durch Brandstiftung und leichtsinnigen Umgang mit Feuer – verloren gegangen [19].
Erschwerend kommt hinzu, dass die örtlichen Behörden diesem Problem nicht die notwendige Bedeutung beimessen, denn es mangelt erheblich an erforderlichen Fachkenntnissen, an Erschließung, an Löschflugzeugen, an Löschfahrzeugen u. a. m.

Der Bergbau als Tagebau, beginnend mit der Erschließung der Tagebauflächen durch viele Maschinenwege, verursacht oft heftige Erosionsschäden. In aller Regel wird die dünne Humusschicht irreparabel zerstört.
Bedingt durch die i. d. R. steilen Gebirgshänge ist eine Renaturierung nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich – meistens wird sie jedoch unterlassen [19].

23 Nickel Tagebau Mine 001

pfNachOben Nickel Tagebau Mine
Relief Me Jawari, Poro, Cote Est
großflächige Naturwaldzerstörung
Foto: © S. Merion

Nutzung

Aufgrund ihrer dezentralen Verbreitung in relativ kleinen, zerstreuten Vorkommen und trotz einer Baumhöhe von bis zu 30 m und der vergleichsweise geringen Stammdimensionen sowie der geringen Gesamtmasse in nicht erschlossenen Gebieten findet eine industrielle Nutzung nicht statt.
Eine örtlich begrenzte, geringe Nutzung durch die einheimische Bevölkerung findet statt.

Verschiedenes

Fettsäureuntersuchungen an Blattorganen von 137 Gymnospermenarten aus 14 Familien, darunter auch Araucaria-Arten wurden durchgeführt.
Bisher bekannte als auch neue gefundene Fettsäuren wurden untersucht. 
Die Ergebnisse konnten Untersuchungen anderer Autoren nicht bestätigen.
Eine von vielen untersuchten Fettsäuren hatte extrem hohe Werte (Araucaria montana und Podocarpus nivalis) gegenüber anderen gewerteten Gymnospermen-Gattungen und -Arten.
Deren Bedeutung muss weiteren Untersuchungen vorbehalten bleiben [14].

In einer Diplomarbeit der Universität Ulm, Abt. Analytische Chemie und Umweltchemie, über das Thema "Gehalte und Muster von Terpenen in Koniferen der Familie Araucariaceae" wurden von 5 Arten, darunter Araucaria montana, Terpenmuster gefertigt.
Diese lieferten unterschiedliche Muster mit immer vergleichbaren Komponenten, die aber in ihren Gehalten stark variierten.
Die Untersuchung hinsichtlich termiticid wirkender Substanzen wird bei den schwerflüchtigen Terpenen vermutet, da deren Wirkung noch an vor langer Zeit ( über 100 Jahre ) verarbeiteten Hölzern anhält [11].

Mykorrhiza-Untersuchungen im Gebiet des Koniambo-Massivs im Norden Neukaledoniens auf 700 bis 900 m über NN wurden an verschiedenen Pflanzenarten, darunter auch Araukarien-Arten, durchgeführt.
Die hohen Werte an Schwermetallen (Nickel, Chrom, Kobalt, Mangan ) der ultrabasischen Böden mit ihrem Reichtum an Eisen und Magnesium haben für die Pflanzen hinsichtlich der Verträglichkeit eine hohe Bedeutung und stellen eine Besonderheit dar.
Alle untersuchten Pflanzenarten haben eine mehr oder weniger hohe arbusculäre Mykorrhyza-Infizierung (AM-Infizierung), die auf sonnigen Macchia-Standorten höher ist als auf den kühleren Regenwald-Standorten.
Auf den Hochlagen-Standorten in 900 m über NN wurde bei Araucaria montana eine außerordentlich hohe AM-Infizierung von 92,6 % nachgewiesen.
Der AM-Infizierung kommt offensichtlich eine entscheidende Bedeutung bei der Verträglichkeit der Pflanzen gegenüber den hohen Metallgehalten der ultrabasischen Böden zu [16].

Die Unterscheidung der einzelnen Araukarien-Arten Neukaledoniens an den Naturstandorten fällt selbst Fachkundigen vor Ort schwer.
Ohne die oft nicht vorhandenen oder nicht erreichbaren Blüten und Zapfen ist dies problematisch.
Wenn es noch relativ einfach gelingt, A. muelleri und A. rulei an ihrer kandelaberartigen Kronenform und ihren vergleichsweise groben Nadeln zu erkennen, so wird das schon schwieriger bei A. montana.
Sie hat ebenfalls noch recht grobe, adulte Nadeln und wächst i. d. R. nur in höheren Gebirgslagen.
Aber der schon relativ frühe Verlust der Primäräste und deren Ersatz durch viele Adventiv-Äste stellt sie schon in die Nähe der Araukarien mit säulenartigem Wuchs.
A. humboldtensis kann wegen ihres Vorkommens in den höchsten Gebirgslagen und A. nemorosa wegen ihres kleinen, begrenzten und auf wenige Exemplare beschränkten Standortes im SO der Grande Terre wohl nicht verwechselt und noch richtig zugeordnet werden.
Bei den verbleibenden Arten mit säulenartigem Habitus (colonnaire typus) fällt eine Bestimmung vor Ort jedoch schwer.
Eine in Freiburg vom Autor praktizierte Vergleichspflanzung junger, bis 15-jähriger Araukarien aus Neukaledonien war sehr hilfreich bezüglich Samen, Keimung und Morphologie.

 

01 Ar mont  (2 arbres) Kaala 250

pfNachOben Araucaria montana
Alte Bäume
Mt. Kaala,
nördlich Kaala-Gomen, Province Nord Nouvelle-Calédonie
Foto: © B. Suprin

04 Zweige cropped 250x399

pfNachOben Araucaria montana

05 250

pfNachOben Araucaria montana
etwa 15-jähriger Baum
Arboretum Freiburg-Günterstal

Foto: © H. Nimsch

06 250

pfNachOben Araucaria montana
Seitenzweig einer ca. 15-jährigen Pflanze
Arboretum Freiburg-Günterstal
Foto: © H. Nimsch

07 Ar mont cones males 250

pfNachOben Araucaria montana
unreife männliche Blüten
Mt. Kaala

Foto: © B. Suprin

08  -Ar mont cone m 250

pfNachOben Araucaria montana
männlicher Blütenzapfen
Foto: © B. Suprin

09 Unreife Zapfen 250

pfNachOben Araucaria montana
unreife Zapfen
Foto: © B. Suprin

10 Rindenbild 250

pfNachOben Araucaria montana
Rindenbild
Foto: © J. M. Sarrailh

11 Zapfenschuppe 250

pfNachOben Araucaria montana
Zapfenschuppe
Foto: © J. M. Sarrailh

12 5jaehriger Saemling 250

pfNachOben Araucaria montana
ca. 5-jähriger Sämling
Foto: Forest Light

13 SturmgeschaedigterAr mont casse Kaala 250

pfNachOben Araucaria montana
sturmgeschädigter Solitär in den Hochlagen
Foto: © B. Suprin

14 s-w Zapfen 250

pfNachOben Araucaria montana
Zapfen, nicht voll ausgewachsen
nach [7]

15 Briefmarke A montana timbr 250

pfNachOben Araucaria montana
Briefmarke aus Neukaledonien

16 Herbarmontana 250

pfNachOben Araucaria montana
Herbar, Nouvelle-Calédonie

17 WurzelsystemArulei 250

pfNachOben Araucaria rulei
Wurzelsystem
nach [22]
ein vergleichbares Wurzelsystem wurde nach Windwurf bei Araucaria montana gefunden

18 Habitus eines mittelalten Baumes 250

pfNachOben Araucaria montana
Habitus eines mittelalten Baumes
Mt. Do, nördlich von Bouloupari, Province Süd
Foto: © B. Suprin

19 Solitaere 250

pfNachOben Araucaria montana
Solitäre, einzeln weitständig erwachsen
Foto: © B. Suprin


20 Altbestand auf einer Hochebene Kaala-Ar montana 250

pfNachOben Araucaria montana
Altbestand auf einer Hochebene
Kaala

Foto: © B. Suprin

21 Sturmexponierter-Ar mont Somm Koniambo

pfNachOben Araucaria montana
Sturmexponierter Gipfelstandort
Koniambo

Foto: © B. Suprin

22 Geschlossener Bestand -Ar mont Sphinx Houailou 2 250

pfNachOben Araucaria montana
Geschlossener Bestand
Sphinx Houaïlou

Foto: © B. Suprin


Literatur

[1]     Brophy, J. J., Goldsack, R. J., Wu, M. Z., Kookes, C. J., Forster, P. I., 2000: The steam volatile oil of Wollemia nobilis and its comparison with other members of the Araucariaceae (Agathis and Araucaria). University of New South Wales, Sidney, Australia. Verlag: Biochem. Syst. Ecol 2000 Jul.1; 28 6 : 563-578

[2]     Burrows, G. E., Doley, D. D., Haines, R. J., Nikles, D. G., 1988: In vitro Propagation of Araucaria cunninghamii and other Species of the Araucariaceae via axillary meristems. Botany Department, University of Queensland, St, Lucia, Qld 4067. Verlag: Austr .J. of Bot. 1988, 36, 665-76

[3]     Dainty, A. L., 1982: Chromosome numbers and karyotype variation in Araucaria.
Kew Bulletin 37, 511-514.

[4]     de Laubenfels, D. J., 1972: Flore de la Nouvelle-Calédonie et Dépendances. N° 4 Gymnospermes. Verlag: Publée sous la direction de Muséum Nat. D’Histoire Naturelle, Laboratoire de Phanérogamie, Paris.

[5]     Enright, N. J., Hill, R. S., 1995: Ecology of the Southern Conifers. Univ. Press., Melbourne.

[6]     Farjon, A., Page, C. N., Schellevis, N., 1993: A preliminary world list of threatened conifer taxa. Biodiversity and Conservation 2, 304-326.

[7]     Gaussen, H., 1966: Les Gymnospermes actuelles et fossiles. Faculté des Sciences, Toulouse. Verlag: Trav. Lab. Forest. Toulouse 2 1 8 481-672.

[8]     Golte, W., 1993: Araucaria. Erdwissenschaftl. Forsch. B. XXVII.
Franz Steiner Verlag, Stuttgart.

[9]     Jaffre, T., 1995: Distribution and ecology of the conifers of New Caledonia. In:
Enright, N. J.; Hill, R. S. (eds.): Ecology of the Southern Conifers.
Melbourne Univ. Press, Melbourne, 171-196.

[10]   Jaffre, T., Morat, P., Veillon, J., Rigault, F., Dagostini, G.,  2004: Composition et caractérisation de la flore indigène de Nouvelle-Calédonie.
Verlag: Institut de recherche pour le developpement (IRD) Nouméa.

[11]   Kreidler, D., 2003: Gehalte undMuster von Terpenen in Koniferen der Familie
Araucariaceae. Diplomarbeit, Universität Ulm, Abt. Analytische Chemie und Umweltchemie.

[12]   Manaute, J., Jaffre, J., Veillon, J.-M., Kranitz, M., 2003: Revue des Araucariaceae de Nouvelle-Calédonie.
IRD-Province Sud, Nouméa. Verlag: Inst. recherche pour le developpement (IRD), Nouméa.


 

[13]   Mecke, R., 2005: Araucaria beetles worldwide: evolution and host adaptations of a multi-genus phytophagous guild of disjunct Gondwana-derived
biogeographic occurrence. Pro Araucaria Online.
Verlag: www.pro-araucaria-online.com ISSN 1619-635X

[14]   Mongrand, S., Badoc, A., Patouille, B., Lacomblez, C., Chavent, M., Cassagne, C., Bessoule, J.-J., 2001: Taxonomy of gymnospermae: multivariate analyses of leaf fatty acid composition. Phytochemistry 58 (2001) 101-115

[15]   Nimsch, H., 1995: A Reference Guide of the Gymnosperms of the World. Koeltz Scientific Books, Champain, USA.

[16]   Perrier, N., Amir, H., Colin, F., 2006: Occurrence of mycorrhizal symbioses in the metal-rich lateritic soils of the Koniambo Massif, New Caledonia.
Published online: 21 June 2006 Springer-Verlag 2006.

[17]   Rigg, L. S., 2005: Disturbance processes and spatial patterns of two emergent conifers in New Caledonia. Department of Geography, Northern Illinois University, DeKalb, Illinois, 60115, USA. Verlag: Austral. Ecology (2005) 30, 363-373.

[18]   Schneckenburger, S., 1991: Neukaledonien. Sonderheft 16, Palmengarten Frankfurt: Pflanzenwelt einer Pazifikinsel. Verlag: Stadt Frankfurt am Main.

[19]   Suprin, B., 2006: Nouméa, Nouvelle-Calédonie: Mündl. Mitt.

[20]   Tompsett, P. B., 1994: Capture of genetic resources by collection and storage of seed: a physiological approach. In R.R.B. Leakey and A.C. Newton (eds.): Tropical Trees – The Potential for Domestication and the Rebuilding of Forest Resources. ITE Symp. 29, ECTF Symp. 1. Eds. London: HMSO., 61-71.

[21]   Tompsett, P. B., and Kemp, R., 1996: Database of Tropical Tree Seed Research. Royal Botanic Garden, Eigenverlag, Kew.

[22]   Veillon, J.-M., 1980: Architecture des espèces néo-calédoniennes du genre Araucaria. Verlag: Centre de l’Office de la Recherche Scientifique et Technique d’Outre-Mer á Nouméa. (ORSTOM)

[23]   Watt, A., 1999: Conifers Status Survey and Conservation Action Plan, IUCN/SSC Conifer Specialist Group.

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