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Pinus montezumae

Pinus montezumae Lambert 1832

Syn.:
Pinus montezumae var. lindleyi, LOUDON, 1842;
Pinus montezumae var. mezambrana, CARVAJAL 1986;
Pinus gordoniana, K. HARTWEG ex G. GORDON;
Pinus montezumae var. gordoniana, (K. HARTWEG ex G. GORDON) SILBA;
Pinus oaxacana var. diversiformis, DEBRECZY et I. RACZ.

Name
Englisch: Montezuma pine; Deutsch: Montezuma Kiefer;
Mexikanisch: Pino, Ocote = Name in Mexiko für viele Pinus-Arten !
Die Benennung der Pinus montezumae wird auf die Atzteken-Herrscher Moctezuma I 1390 bis 1469 (Montezuma) oder Moctezuma II 1465 bis 1520 (Montezuma) zurückgeführt.

Verbreitung
Die Art ist in den Hochlagen von Mexiko weit verbreitet.
Sie kommt in den Provinzen Nuevo León, Tamaulipas, Querétaro, Hidalgo, Coahuila, Tlaxcala, Puebla, Veracruz, Mexico, Morelos, Michoácan, Jalisco, Guerrero, Oaxaca, Chiapas und in Guatemala in Hochlagen von 1200 bis 3600 m über NN vor.

Beschreibung
Der große und dekorative Baum kann bis 35 m (bis 40 m) hoch werden und einen BHD Durchmesser von 80 cm (bis 100 cm) erreichen.
Die Borke alter Bäume ist dick, graubraun und in tiefe senkrechte und waagerechte Risse geteilt – die der jungen Bäume ist rauh, schuppig und rotbraun.
Die jungen Triebe sind dick, gefurcht, rotbraun und kahl.
Die Knospen werden bis 30 mm lang.
Die Nadeln sind zu 3 bis 8, doch meist zu 5 beisammen, sie verbleiben 3 Jahre am Baum, werden bis 30 cm (bis 40 cm) lang, sind bläulichgrün und stehen aufrecht oder seitlich vom Zweig ab.
Der Nadelrand ist fein gesägt, Stomalinien befinden sich auf allen Seiten.
Die bleibenden Nadelscheiden sind bis 35 mm lang.
Die Zapfen sind unterschiedlich geformt – von lang ovoid bis ovoid oder conoid.
Der eiförmige Samen ist bräunlich, schwarz gefleckt, bis 7 mm lang, mit 20 mm langem und 7 mm breitem Flügel.
Das „Splintholz" ist gelblichweiß, das „Kernholz" leicht braun.
Das wertvolle Holz ist für alle Bauzwecke geeignet.

Ökologie
Die Montezuma-Kiefer wächst in kalt-temperierten bis zu warm-temperierten Klimazonen (10 bis 18 °C).
Die Niederschläge betragen zwischen 800 und 1000 mm je Jahr.
In den Hochlagen der Gebirge gibt es regelmäßig Schnee und Frost.
Die Pinus montezumae wächst gut auf sandigen, sauren bis neutralen Standorten. Kalkhaltige Standorte sind nicht geeignet.
In Abhängigkeit von Verbreitung, Standort und Niederschlag reichen die Formen dieser Kiefer von klein und krummwüchsig bis ausgesprochen geradwüchsig und hochstämmig.
Aufgrund des sehr weiten Verbreitungsgebietes in unterschiedlichen Höhenzonierungen ist die Zahl der Mischbaumarten hoch.
Eine Vielzahl von Pinus-Arten wächst zusammen mit der Montezuma-Kiefer in den Hochlagen, andere Mischbaumarten sind Abies, Calocedrus, Picea und Quercus-Arten.
In den unteren Lagen des Verbreitungsgebietes sind die Mischbaumarten wieder verschiedene Pinus-Arten, aber vor allem immergrüne Quercus und Juniperus-Arten.
Neben diversen Verwechselungsmöglichkeiten mit anderen Pinus-Arten gibt es aber auch eine Unterscheidungsmöglichkeit: Pinus montezumae kann in den ersten 5 Jahren in einem „grass stage"-Zustand verharren, bevor das eigentliche Höhenwachstum beginnt.
Das unterscheidet sie von der recht ähnlichen Pinus pseudostrobus mit der sie Übergangsformen bildet.
Die heute eigenständigen Arten Pinus rudis, Pinus hartwegii und Pinus devoniana wurden früher als Varietäten von Pinus montezumae geführt.
Dies ist nur ein Beispiel für die sehr unterschiedlichen Auffassungen unter den Taxonomen gerade zu den vielen mexikanischen Pinus-Arten und ihren Varietäten.
Zur forstlichen Nutzung wird die Pinus montezumae in Südafrika, in Queensland (Australien) in Kenya, Malawi, Botswana und Zimbabwe, in Bolivien und Neuseeland gepflanzt.
Für Pinus montezumae wird die Winterhärtezone 9 angegeben, d.h. sie ist für Mitteleuropa nicht geeignet.
Trotzdem kann sie unter besonderen Bedingungen auch hier gedeihen, z.B. im Arboretum Freiburg-Guenterstal.

Gefährdung
Eine bis heute andauernde Exploitation von Naturwäldern zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen stellt die größte Gefahr für diese und andere Baumarten Mexikos dar.
Bewusste Brandrodung oder leichtfertiger Umgang mit dem Feuer haben das gleiche Ergebnis: Die Waldfläche wird immer geringer und die damit verbundenen, negativen Folgen werden immer größer.
Trotzdem stellt die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) fest, dass die Pinus montezumae nicht gefährdet ist. (Kategorie LC – Least concern)

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pfNachOben Pinus montezumae
Jungpflanze
in England

Foto: © Matthew Cornwell (mattjcuk_photography)

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pfNachOben Pinus montezumae
Solitär, 150 cm BHD, 38 m Höhe
Mexiko

Foto: © C. J. Earle

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pfNachOben Pinus montezumae
Reifer Zapfen

Quelle: www.szyszki.com.pl



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pfNachOben Pinus montezumae
Verbreitungskarte

nach: Perry, The Pines of Mexico and Central America

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Junger Baum, 28 Jahre
Arboretum Freiburg-Günterstal

Foto: © H. Nimsch

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austreibende Knospe
Isola Madre, Lago Maggiore

Foto: © H. Nimsch

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Rindenbild
Arboretum Freiburg-Günterstal

Foto: © H. Nimsch

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junger Solitär
Isola Madre, Lago Maggiore

Foto: © H. Nimsch

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Isola di Como, Villa Melzi, Bellagio, Italien
Foto: © Mimma Palavicini

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Solitär in Mexico
Quelle: www.verarboles.com

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pfNachOben Pinus montezumae
Waldbestand in Mexico
Quelle: www.skyscrapercity.com
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