Pinus monophylla Torr. et Frém. 1845

Syn.:
Pinus cembroides ssp. monophylla (Torr. et Frém.) E. Murray
Pinus edulis var. fallax Little
Pinus californiarum ssp. fallax (Little) D.B. Bailey
Pinus monophylla var. fallax (Little) Silba
Pinus californiarum D.B. Bailey
Pinus monophylla var. californiarum (D.K. Bailey) Silba
Pinus monophylla var. edulis M.E. Jones

Namen 
Englisch : Singleleaf pinyon
Deutsch: Einnadelige Kiefer

Verbreitung 
Die Art ist auf den niederschlagsarmen Waldstandorten der US-Staaten Arizona, California, Idaho, Nevada und Utah sowie im NW von Mexico (Baja California Norte) verbreitet.

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pfNachOben Pinus monophylla
Verbreitungskarte
US-Forest Service

Beschreibung
Die Bäume oder Sträucher werden bis 20 m hoch und können BHD-Durchmesser von 50 cm (max. 1,3 m) erreichen.
Sie haben eine lockere, offene, abgeflachte Krone.
Die Zweige sind gelblichgrau oder rötlichgrau, sie sind nicht oder nur schwach behaart.
Die Knospen sind 5 bis 10 mm (bis 15 mm) lang und harzig.
Die Nadeln stehen einzeln, selten zu zweit am Zweig.
Im Nadelquerschnitt sind sie rund, etwa 5 cm lang, dick, steif, stechend, graugrün, meist gebogen, die Nadelscheiden bald abfallend.
Die im zweiten Jahr reifenden Zapfen werden bis 5 cm lang und sehr breit, Zapfenschuppen holzig und konkav, Nabel stumpf und abwärts gebogen.
Eine Zapfenschuppe verbirgt ein bis zwei Samen, diese sind graubraun bis grau, 13 bis 18 mm lang und essbar.
Ein Zapfen enthält ca. 20 ungeflügelte, essbare Samen.
Kotyledonen sechs bis neun.
Zu Beginn und während der Reifezeit sind die Zapfen in Reichhöhe gut zu ernten, doch gleichzeitig außerordentlich harzig.

Artbastarde zwischen Pinus monophylla und Pinus edulis sind im Überschneidungsbereich der Verbreitungsgebiete häufig (Utah), auch eine natürliche Hybridisation mit Pinus quadrifolia aus dem südlichen Kalifornien ist bekannt.
Von einigen Autoren werden diese Naturhybriden als Varietäten der Art geführt.

Das Holz der Pinus monophylla ist härter als das der Pinus ponderosa, hat wirtschaftlich aber keine Bedeutung.
Dagegen hat die ökologische Bedeutung der enormen Pinus monophylla-Bestände im Westen der USA einen sehr hohen Stellenwert.
 
Ökologie
Das große Verbreitungsgebiet der Pinus monophylla wird geprägt durch ein hohes Wärmeangebot in den Sommermonaten mit keinen oder sehr geringen Niederschlägen und ebenso geringen Niederschlägen als Regen oder Schnee im Winter (200 bis 460 mm).
Sie ist anspruchslos, dürreresistent und leicht als Art zu bestimmen.
Im Great Basin bildet sie sehr lockere Bestände zusammen mit Juniperus osteosperma und Juniperus occidentalis.
Nur in den höheren Lagen kommt auch Pinus ponderosa vor.
Sie ist in den White Mountains in California in Höhenlagen zwischen 950 und 3000 m über NN in ausgedehnten, lockeren  Beständen zu finden (National Park).
Sie wächst hier mit Pinus longaeva in den Hochlagen von 3000 m über NN.
In Baja California und im südlichen California ist die Art in den höheren Lagen mit Pinus jeffrey und Pinus quadrifolia vergesellschaftet.
Sie wächst auf unterschiedlichen Standorten ( u.a. Granit- und Kalkverwitterungsböden), verträgt regelmäßige, geringe Fröste, sie ist also eine äußerst genügsame Pinus-Art.
Sie gehört zu den sehr langsam wachsenden Pinus-Arten.
So können etwa 2 m hohe Exemplare am Naturstandort durchaus schon mehr als 600 Jahre alt sein.
Seit 15 Jahren wächst die Art ohne Probleme in 800 m über NN im südlichen Schwarzwald im Garten des Verfassers.

Gefährdung
Bodenfeuer und Trockenheit sind die größten abiotischen Schädigungen der Jungpflanzen, während ältere Bestände nur durch Kronenfeuer vernichtet werden.
Das große Verbreitungsgebiet der Art und das nicht nutzbare Holz der klein bleibenden Pinus, kennzeichnen die Einstufung in die IUCN-Kategorie „LC“, (Least Concern) = nicht gefährdet.

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pfNachOben Pinus monophylla
Solitär
White Mountains, Nevada
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
Zapfen mit Harzausscheidungen
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
Zapfen, vergrößert 
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
ausgereifte Samen
White Mountains, California
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
Solitär, White Mts., Nevada
Foto: © H. Nimsch

 

 

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pfNachOben Pinus monophylla
einjährige, blaunadelige Sämlinge
Foto: © H. Nimsch

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junger Baum
Arboretum Freiburg-Günterstal, St. Ulrich, 800 m über NN
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
Seitentrieb, Arboretum Freiburg-Günterstal
Foto: © H. Nimsch

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Terminaltrieb eines 20 jährigen Baumes
St. Ulrich, Bollschweil, Deutschland
Foto: © H. Nimsch

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einzelne – im Querschnitt runde Nadeln
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
Solitär am Steilhang
White Mountains, California
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
junge Zapfen
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
Zapfen
Naturwald White Mts,. California/Nevada
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
geschlossener Zapfen, geöffneter Zapfen und Samen
Foto: © H. Nimsch

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pfNachOben Pinus monophylla
Solitär in natürlichem Habitat
White Mountains
Foto: © H. Nimsch

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