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Fokienia hodginsii (Dunn) A. Henry & H.H. Thomas, 1911

Heimat:

Die Art ist in den chinesischen Provinzen Chongqing, Fujian, N-Guangdong, Guangxi, Guizhou, S-Hunan, W-Jiangxi, SE-Sichuan, SE-Yunnan, S-Zhejiang, in N-Laos und in Vietnam verbreitet.

Beschreibung:

Der immergrüne Baum erreicht Wuchshöhen von 25 bis 35 m und Stammdurchmesser von

200 cm. Die braungraue, aromatische Rinde löst sich schon früh in langen Streifen ab. Die schuppenförmigen Blätter sind an jungen Bäumen etwa 8 mm, an alten Bäumen ca. 2 mm lang. Die jeweiligen Blattunterseiten sind durch deutliche, weiße Stomata gekennzeichnet.

Die Fujian-Zypresse ist monözisch. Die ♂ Blütenzapfen sind zylindrisch und etwa 2,5 mm lang. Die ♀ Zapfen sind fast kugelförmig und haben in der Reifezeit einen Durchmesser von ca. 25 mm. Die Zapfen haben 5 bis 8 Zapfenschuppen, unter jeder Zapfenschuppe entwickeln sich zwei geflügelte, ungleich große Samen. Die Zapfen reifen im ersten Jahr.

Cotyledonen 2.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22, selten 24.

Natürliches Vorkommen:

An den Naturstandorten wächst die lichtbedürftige Art als Jungpflanze nur auf freien Flächen bei genügender Lichtintensität, das bedeutet, dass keine Naturverjüngung im Schatten alter Waldbestände stattfindet. Für eine gute Endwicklung braucht die Art montane Gebiete mit subtropischem Klima und hohen Niederschlägen in Höhenlagen von (100) 350 bis 1800 (2000) m über NN. In Vietnam wächst die Art in Höhenlagen von über 900 m auf Kalk- und Granitverwitterungsböden mit Gymnospermen wie Dacrydium elatum, Pinus dalatensis, Cephalotaxus fortunei, Nothotsuga longibracteata, Podocarpus-Arten und Angiospermen der Gattungen Laurus, , Magnolia, Lithocarpus, Quercus, Castanopsis, Nyssa, Schima u.a. in Mischbeständen zusammen. Eine gute Regeneration der Art ist an offenen Standorten wie geräumten Freiflächen im Wald, an Waldrändern und entlang von Wasserläufen festzustellen.

Holz:

Das Holz hat, wie andere Arten der Cupressaceen, wegen seiner hervorragenden Eigenschaften und gutem Holzaroma, eine hohe Wertigkeit. Das hat aber dazu geführt, dass eine Übernutzung stattfand und die Naturbestände deutlich abgenommen haben. Das Holz wird heute für Möbel und Holz-Kunstwerke verwendet.

Gefährdung:

Die Art ist nach IUCN (International Union for Conservation of Nature) in die Schutzkategorie Vulnerable A2 acd; B2 ab (ii, iii, iv, v) ver 3.1 eingestuft. Eine kontrollierte

Nutzung zur Unterbindung des Raubbaues ist erforderlich. Wiederaufforstungen mit standortsgerechten Arten sind sinnvoll. Biotische Schäden sind bisher unbedeutend.

Erfahrungen in Mitteleuropa:

Fokienia hodginsii ist für mitteleuropäische Klima- Verhältnisse nicht geeignet. Unter Winterhärtezonen-Angabe ist die in subtropischen Verhältnissen heimische Art in die WHZ (8) 9 eingeordnet.

Selbst in Botanischen Gärten ist diese Art selten zu finden, da sie in der Regel im Kalthaus überwintert werden muss.

Im klimabegünstigtem Waldarboretum Freiburg-Günterstal wurden wiederholt Auspflanzungen der Art durchgeführt, die aber alle negativ verliefen.

Literatur

Debreczy Z. + Rász I. „Conifers around the world““, DendroPress Ltd., Budapest, 2011

Eckenwalder J. „Conifers of the World“, Timber Press, Portland. London, 2009

Farjon A. „A Handbook oft he Worlds Conifers“, Vol. 1 und 2, Verlag Brill, Leiden-

Boston, 2010.

Jagel A. + Dörken V. „Morphology and morphogenesis of the seedcones of the Cupressaceae – part 2“, Bull. CCP, 4 (2), S. 51-78, 2015

Internet: http://www.conifers.org

http://www.de.wikipedia.org

Autor: Hubertus Nimsch, St. Ulrich, Februar 2015


H. Nimsch

[Bild]Pfeil nach oben Fokienia hodginsii
Naturwald am Mt. Sanqing, China
Foto: commons. wikimedia.org

 

Familie: Cupressaceae Gattung: Fokienia

Syn: Cupressus hodginsii Dunn, 1908; Fokienia kawaii Hayata 1917, nom.llleg; Fokienia maclurei Merrill, 1922; Fokienia hodginsii (Dunn) A. Henry und H.H. Thomas var. kawaii (Hayata) Silba. 2000.

Systematik:

Die Erstbeschreibung der Fujian-Zypresse von (Dunn) A. Henry und H.H. Thomas, 1911 wurde von einigen Wissenschaftlern in Frage gestellt. Es ist davon auszugehen, dass die Gattung Fokienia zukünftig in die Gattung Chamaecyparis einbezogen wird. Siehe: Jagel A. + Dörken V. „Morphology and morphogenesis of the seedcones of the Cupressaceae – part 2“, Bull. CCP, 4 (2), S. 51–78, 2015

Der z.Z. gültige Name Fokienia hodginsii wird hier noch beibehalten.

Name:

Der Name bezieht sich auf die chinesische Provinz Fukien (früher Fokien). Das Epitheton hodginsii ist nach A.E.N. Hodgins, der die Art 1905 entdeckt hat, benannt.

Die fossile Art Fokienia ravenscragensis stammt aus dem frühen Paläozän und wurde im Südwesten von Saskatchewan und im angrenzenden Alberta, Canada, gefunden.

Englischer Name: Fujian cypress; Deutsch: Fujian-Zypresse; Vietnamesisch: Po mu; Chinesisch: Fu jian bai;