Falcatifolium taxoides (Brongniart et Grisebach)
De Laubenfels 1969

Syn.: Keine

Die Gattung Falcatifolium wurde von De Laubenfels 1969 aus der Gattung Dacrydium ausgegliedert und neu aufgestellt. Sie besteht aus 6 Arten: Falcatifolium angustum, aus Borneo, Sarawak;
Falcatifolium falciforme (Parlatore) De Laubenfels aus Malaysia und Borneo;
Falcatifolium gruezoi De Laubenfels aus den Philippinen, Sulawesi und Maluku;
Falcatifolium papuanum De Laubenfels aus New Guinea,
Falcatifolium sleumeri De Laubenfels et Silba aus New Guinea, Vogelkop peninsula und
Falcatifolium taxoides, (Brongniart et Grisebach) De Laubenfels aus Nouvelle-Calédonie.

Namen
Englisch: New Caledonian Sickle pine.
(falcatus = sichelförmig gekrümmt – die Nadel, taxoides = eibenähnlich)

Verbreitung
Falcatifolium taxoides ist endemisch in Nouvelle-Calédonie. Sie ist über die ganze Grande Terre verbreitet.

Beschreibung
Der immergrüne Strauch oder Baum wird 2 bis 15 m (bis 20 m) hoch und erreicht BHD Durchmesser von 25 cm (bis 35 cm).
Er hat im Wald eine große, offene Krone – in niederer, offener, macchia-ähnlicher Vegetation nur eine kleine Krone.
Die Nadeln sind (3 mm) 10 bis 20 mm (bis 30 mm) lang und (2 mm) 2,5 mm bis 4 mm (6 mm) breit.
Die zweiseitig gekrümmten Nadeln gehen mit ihrer gedrehten Basis in den Zweig über.
Die jungen Nadeln haben beim Austrieb eine dekorative, rosa Färbung.
Der achselständige Samen sitzt an kleinen Zweigen, hat einen 4 bis 5 mm langen, zur Reifezeit breit roten Fuß und der Samen selbst ist 6 bis 7 mm lang und ist zur Reifezeit schwarz.
Die Art ist diözisch.

Ökologie
Falcatifolium taxoides ist ein Baum, der oft im Unterstand humider Regenwälder wächst.
Er kommt von unteren Berglagen im Süden der Grande Terre bis in die Regenwälder in den höchsten Gebirgslagen vor.
Er wächst auf ultrabasischen Serpentinböden und auf sauren Böden aus Metamorphic-Gesteinen in (100 m) 800 bis 1200 m (bis 1400 m) über NN.
Die Art wächst zusammen mit diversen, immergrünen Laubbaumarten, mit Araucaria montana, Araucaria laubenfelsii, Acmopyle pancheri, Araucaria humboldtensis und Agathis montana am Mt. Panie.
Eine Besonderheit stellt Falcatifolium taxoides als Wirtspflanze für die einzige parasitisch wachsende Podocarpaceae Parasitaxus usta dar.
Parasitaxus usta tritt sowohl als Wurzelparasit auf den Wurzeln von Falcatifolium als auch als Parasit an Stämmen von Falcatifolium bis in 150 cm Höhe auf.
Natürlich ist die tropische Nadelbaumart in Mitteleuropa nicht winterhart.
Sie wird in die Winterhärte-Zone 10 eingestuft.
Das Holz der Art wird nicht genutzt und ist außerhalb von Nouvelle-Calédonie unbekannt.
Auch Pflanzen von Falcatifolium taxoides sind nur selten in Botanischen Gärten zu sehen.
Sie könnten mit ihrem zierenden Austrieb im Freiland von subtropischen und tropischen Klimaten gut wachsen.
Falcatifolium taxoides ist die geographisch isolierteste Art der Gattung.

Gefährdung
Die Art ist in einem großen, unerschlossenen Verbreitungsgebiet beheimatet und kann als nicht gefährdet bezeichnet werden.
Auch die Einstufung nach IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) stellt die Kategorie LC (Least Concern) fest.

 




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Zweige einer Jungpflanze
Botanic Garden Atlanta, USA.
Foto: © H. Nimsch

 

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Zeichnungen
verschiedene Autoren


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Nadelunterseite
Foto: © B. Suprin


 

 

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Verbreitungskarte nach De Laubenfels

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Jungpflanze mit dünnen, roten Austrieben
Nouvelle-Calédonie.
Foto: © B. Suprin


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Seitenzweig
Foto: © B. Suprin


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rosa Blattaustrieb mit Blüten
Foto: © B. Suprin


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Zweig eines alten Baumes
Nouvelle-Calédonie.
Foto: © B. Suprin


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Rosa Austrieb
Foto: © Tim Waters

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Frucht
nach Eckenwalder

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pfNachOben Falcatifolium taxoides
Frucht
Foto: © D. and I. Letocart

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