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Abies bracteata

Abies bracteata Masters 1906
Syn.:
Abies venusta (Douglas) K. Koch;
Pinus bracteata D. Don;
Picea bracteata (D. Don) Loud.;
Taxodium sempervirens Hook. et Arn.;
Sequoia religiosa Hook. et Arn.;

Namen
Engl.: Santa Lucia fir, Bristlecone fir.
Deutsch: Santa Lucia-Tanne, Grannen-Tanne.

Verbreitung
Nur in den Santa Lucia Mountains (und Santa Susanna Mts.) im Los Padres National Forest in Kalifornien in einem schmalen Küstenstreifen in nicht zusammenhängenden Einzelstandorten verbreitet.
Sie wurde im Jahr 1831 durch Thomas Coulter entdeckt.
Sie ist in einem ausgeglichenen Meeresklima mit 500 bis 1300 mm Jahresniederschlag beheimatet.
Das Verbreitungsgebiet liegt zwischen dem 35°8' und 36°3' Breitengrad nördlicher Breite.
Obwohl für das Verbreitungsgebiet der Abies bracteata vergleichbare Standorte und Klimate im Westen der USA vorhanden sind, konnte die Beschränkung auf nur diese Vorkommen in den Santa Lucia Mts. bis heute nicht geklärt werden.

Beschreibung
Die seltene Tanne wird am Naturstandort 20 bis 30 m hoch (bis max. 60 m), sie erreicht einen BHD-Durchmesser von 50 cm (bis 100 cm) und hat eine breit kegelige Krone, die plötzlich in einen spindelförmig verschmälerten Gipfelbereich übergeht.
Die Rinde ist rötlichbraun und glatt, an alten Bäumen an der Basis gefurcht.
Junge Triebe grünlich, violettgrün oder braun, kahl bis etwas behaart.
Knospen spindelförmig, bis 20 mm lang und harzfrei.
Die Nadeln sind spiralig am Spross angeordnet, Nadelbasis verdreht und deshalb nahezu zweizeilig erscheinend.
Sie sind starr, 30 bis 60 mm lang, bis 3,5 mm breit, scharf zugespitzt, stechend und oben glänzend dunkelgrün.
Unterseite mit zwei weißen Stomabändern.
Die Zapfen sind eiförmig, bis 10 cm lang und harzig.
Die Deckschuppen enden mit 3 bis 5 cm langen, steifen Grannen. Zapfenreife August bis Oktober.
Die Samen sind glänzend dunkelrotbraun, bis 5 mm lang mit 8 bis 11 mm langen Flügeln.
Kotyledonen ca. 7.
Die Santa Lucia-Tanne ist ein beliebter Zierbaum.

Ökologie
Die Art wächst in feuchten Schluchten der höheren Berglagen, vorwiegend auf Nord – und Nordosthängen, in der Regel auf Verwitterungsböden basischer Gesteine, ist aber nicht auf diese beschränkt.
Im Verbreitungsgebiet sind hohe Gleichmäßigkeit der Temperaturen, ergiebige Winterregen und lange, trockene Sommer typisch.
Die Tanne wächst in Höhenlagen zwischen 180 m und 1570 m über NN (Cone Peak) zusammen mit Pinus coulteri, Pinus ponderosa, Pseudotsuga menziesii, Calocedrus decurrens, Quercus chrysolepis u.a..
Im Bereich der Hochlagen an der Cone Peak Road auch mit Pinus lambertiana und Pinus attenuata.
Die oft gute Naturverjüngung auf offenen Mineralböden und im Halbschatten wird aber häufig durch sommerliche Trockenheit oder Bodenfeuer zerstört.
Die Bristlecone-Tanne hat keinen kommerziellen Holzwert, da die natürlichen Vorkommen zu klein, zerstreut und unzugänglich sind.

Gefährdung
Der Gesamtbestand der Abies bracteata ist durch Feuer und Insektenkalamitäten gefährdet.
Nur die Topographie mit steilen Felshängen und offenen Hangschuttlagen verhindert oft, dass flächenhafte Bodenfeuer die Bäume mit der dünnen Rinde vernichten.
Nach IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) ist die Art in die Kategorie „Lower risk ver. 2.3 (gering gefährdet) eingestuft worden.
Eine erneute Überprüfung der Einstufung ist erforderlich.

Winterhärte
Die Abies bracteata ist in die Zone 7/8 eingestuft worden.
Es werden wohl immer wieder Auspflanzungsversuche unternommen, doch sind ältere Exemplare in Deutschland nur selten zu finden.
In einem Privatgarten in Oberkirch / Baden wächst ein ca. 5 m hoher Baum ohne jeden Schaden hervorragend.

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Seitenzweig
Oberkirch, Deutschland / Germany. 
Foto: © H. Nimsch

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Seitenzweig
San Francisco Botanical Garden, California
Foto: © H. Nimsch

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Seitenzweig
Royal Botanic Garden, Wakehurst, England
Foto: © H. Nimsch

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Zapfen (Zeichnung)

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Naturwald am Steilhang
Santa Lucia Mts., California
Foto: © H. Nimsch

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Naturwald mit abgestorbenen Bäumen 

Foto: © H. Nimsch

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Naturwald in den Santa Lucia Mts., California
Foto: Pete Veilleux, East Bay Wilds
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Natürliches Verbreitungsgebiet
Santa Lucia Mts., California

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3-jährige Sämlingspflanze
Universität Santa Cruz, California
Foto: © H. Nimsch


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3-jährige Veredelung
Arboretum Freiburg-Günterstal
Foto: © H. Nimsch


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Jungpflanze
Santa Lucia Mts., Calfornia
Foto: © H. Nimsch

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junger Baum, 5 m hoch
Oberkirch, Deutschland / Germany
Foto: © H. Nimsch

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Gipfeltrieb einer Jungpflanze
Arboretum Freiburg-Günterstal., Deutschland / Germany
Foto: © H. Nimsch

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zapfentragende Santa Lucia Fir, California.
Foto: Pete Veilleux, East Bay Wilds

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Zapfen
Foto: Daniel Mosquin, Universität Vancouver, Canada

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Waldbrandfläche am Naturstandort

Santa Lucia Mts., California
Foto: © H. Nimsch

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vorkommende, aber nicht typische Kronenform

Foto: © H. Nimsch

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Solitär in den Santa Lucia Mts., California
Foto: © H. Nimsch

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